1-6-3 Projekt Home-Server/Projekt LAN 

Willkommen zu einer Reise, die nicht nur die technische, sondern auch die persönliche Evolution eines einfachen HTPC zu einem leistungsfähigen Home-Server und einem ausgeklügelten Netzwerk umfasst. Dieser Beitrag ist mehr als nur eine Chronik von Hardware-Upgrades und Software-Konfigurationen; es ist eine Geschichte über die Verwirklichung einer Vision, über die Überwindung von Herausforderungen und über das tiefe Eintauchen in die Welt der Selbsthostung und Netzwerkoptimierung.

Von HTPC zu Home-Server: Eine unerwartete Wendung

Meine Reise begann mit einem simplen Vorhaben: den Bau eines Home Theater Personal Computers (HTPC), der sich nahtlos in mein Wohnzimmer einfügen sollte. Doch die Begegnung mit Nextcloud, einer Plattform für das Hosting meiner eigenen Cloud, läutete eine Transformation ein, die weit über meine ursprünglichen Pläne hinausging. Dieser Wandel von einem Medienzentrum zu einem vollwertigen Home-Server ist ein Zeugnis meiner Anpassungsfähigkeit und meines Wunsches, die Kontrolle über meine digitalen Daten zu übernehmen.

Die technische Evolution: Ein detaillierter Einblick

In diesem Beitrag teile ich nicht nur die spezifischen Details meiner Server- und Netzwerkkonfiguration – von der anfänglichen Hardware-Auswahl bis zu den entscheidenden Upgrades, die die Leistung und Sicherheit meines Systems verbesserten –, sondern auch die Überlegungen hinter jeder Entscheidung. Von der Wahl eines effizienten Betriebssystems über die Implementierung eines robusten Netzwerks bis hin zur Sicherstellung der Datensicherheit durch RAID-Setups und regelmäßige Backups – jeder Schritt wurde sorgfältig geplant und umgesetzt.

Nextcloud: Der Schlüssel zur Selbsthostung

Ein zentraler Aspekt dieses Projekts war die Entscheidung, Nextcloud selbst zu hosten, eine Wahl, die nicht nur meine Unabhängigkeit von Drittanbietern stärkte, sondern auch meine Leidenschaft für IT und Datenschutz vertiefte. Für diejenigen, die daran interessiert sind, ihre eigene Nextcloud-Instanz zu erstellen, habe ich eine ausführliche Installationsanleitung zusammengestellt. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung ist nicht nur eine praktische Ressource, sondern auch ein Einblick in die Möglichkeiten, die sich eröffnen, wenn man die Initiative ergreift, seine eigene IT-Infrastruktur aufzubauen.

Fazit: Eine kontinuierliche Reise

Die Entwicklung meines Home-Servers und Netzwerks ist eine laufende Reise, die von dem Wunsch angetrieben wird, ein System zu schaffen, das nicht nur leistungsstark und zuverlässig ist, sondern auch meine Werte in Bezug auf Privatsphäre und Selbstgenügsamkeit widerspiegelt. Ich lade Sie ein, mir auf diesem Weg zu folgen und vielleicht sogar inspiriert zu werden, Ihre eigene Reise in die Welt der Selbsthostung zu beginnen.

Hier finden Sie meine ausführliche Installationsanleitung für Nextcloud zum Selbermachen, ein Wegweiser für alle, die bereit sind, den nächsten Schritt zu einem unabhängigeren und personalisierten digitalen Leben zu machen.

Grundkonfiguration des Servers:

  • Betriebssystem: Anfangs nutzte ich Linux Ubuntu 16.04 LTS, später wechselte ich zu Proxmox VE für eine verbesserte Verwaltung und Virtualisierung.
  • Gehäuse: INTER-TECH IPC 4U-4088-S bietet ausreichend Platz für alle Komponenten und zukünftige Erweiterungen.
  • Netzteil: be quiet! BN305 Straight Power 11 Platinum 550W, ausgewählt für seine Energieeffizienz und leisen Betrieb.
  • Mainboard: ASUS PRIME B350, gewählt für seine Zuverlässigkeit und Kompatibilität mit meiner CPU.
  • CPU: AMD Ryzen 5 1600, bietet eine hervorragende Balance aus Leistung und Energieverbrauch.
  • Arbeitsspeicher: 48 GB, zusammengesetzt aus 32GB (2x16GB) CMK32GX4M2A2133C13 und 16GB (2x8GB) HX421C14FBK2, um Multitasking und anspruchsvolle Anwendungen zu unterstützen.
  • Festplatten: Eine 120GB SanDisk SSD Plus für das Betriebssystem und 3x 1TB WD Red (WD10EFRX) für Daten und Backups, ergänzt durch ein RAID-1 Setup für zusätzliche Datensicherheit.

Wichtige Updates und deren Nutzen:

15.11.2018:

  • Kühlerwechsel zu Arctic Alpine 64 GT Rev.2: Verringerte deutlich die Geräuschentwicklung und verbesserte die Kühlung.
  • Systemwechsel zu Proxmox VE: Vereinfachte die Serververwaltung erheblich und eröffnete neue Möglichkeiten der Virtualisierung.
  • Ersatz der Samba-Freigabe durch FreeNAS: Optimierung der Datenverwaltung und Vereinfachung von Backups und Wiederherstellungen.

17.07.2019:

  • RAM-Upgrade auf 32GB Kit von Corsair: Verbesserte die Gesamtleistung und ermöglichte den reibungslosen Betrieb mehrerer Dienste gleichzeitig.

17.05.2021:

  • CPU-Upgrade auf AMD Ryzen 5 1600 mit Wraith Spire Kühler: Bot eine signifikante Leistungssteigerung für alle Serveranwendungen.
  • Hinzufügen einer ASUS GT710 2GB Grafikkarte: Ermöglichte grafische Ausgaben, da der Ryzen 5 1600 keine integrierte GPU besitzt.

24.07.2019:

  • Neues Servergehäuse: Bietet mehr Platz und verbesserte Sicherheit für die Hardware. Passt mit Formfaktor 19 Zoll 4HE perfekt in einen 600mm tiefen Netzwerkschrank.
  • Netzwerk-Upgrade mit Cat. 6 Kabeln von 1aTTack.de: Sorgte für eine stabilere und schnellere Netzwerkverbindung.
  • Speichererweiterung: Da die 120GB SSD zu klein wurde, ersetzte ich sie durch eine größere 250GB SSD. Zudem erwarb ich eine 4TB WD Red NAS-Platte für Backups, die in einem 5,25 Zoll Wechselrahmen verbaut ist, um im Notfall schnell entnommen werden zu können.
  • Umzug der VM-Systeme auf eine 500GB große SSD von SanDisk: Schafft mehr Platz und verbessert die Leistung der virtuellen Maschinen.

14.01.2021:

  • Ubiquiti Netzwerk-Upgrade: Steigerte die Netzwerksicherheit und Leistung durch den Einsatz fortschrittlicher Hardware.

04.02.2022:

  • Netzteil-Upgrade auf be quiet! BN305 Straight Power 11 Platinum 550W: Reduzierte den Energieverbrauch und senkte die Betriebskosten.

Willkommen in meiner Galerie, in der Sie die Entwicklung meines Home Servers und meiner Netzwerkinstallation im Laufe der Zeit nachverfolgen können. Die Modifikationen sind nach ihrem Zeitpunkt der Implementierung sortiert, wobei die neuesten Änderungen zuerst aufgeführt sind. Beginnen wir mit den Landingpages meiner installierten und eingerichteten Dienste. Viel Spaß beim Erkunden!

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Karl aus München Pasing schrieb am 17/12/2018 um 02:58
Ich bin leider aus gesundheitlichen Gründen von meiner Firma, für die ich über 27 Jahre gearbeitet habe, ausgemustert worden. Ich habe nach über 2 Jahren Obdachlosigkeit hier in Pasing endlich eine Sozialwohnung erhalten. Das Jobcenter hat mir zwar ein Jahr lang die Einlagerungskosten für Möbel und Hausrat gezahlt, aber dann mit der Begründung, dass eine Neubeschaffung einer Ersteinrichtung günstiger sei, verweigert. Genau dafür wurden mir dann 600 € ausgezahlt, damit ich meine neue Wohnung in Pasing einrichten kann. Ich bin gehbehindert, leide unter COPD (Phase 4),habe natürlich auch kein Auto mehr und bin körperlich sehr eigeschränkt unterwegs. Ich habe mir dann beim Möbel Höffner 3 Kleiderschränke und 2 Kommoden für 280 € bestellt und nach 2 Monaten Wartezeit auch geliefert bekommen. Dummerweise hab ich geglaubt, das selber zusammen bauen zu können. Beim ersten Versuch bekam ich einen Bauchmuskelkrampf nach dem anderen (mein künstlicher Darmausgang ist vor 6 Monaten zurückoperiert worden) In meiner Verzweiflung gab ich ein Inserat auf der Plattform "nebenan.de" auf und habe um Hilfe beim Möbelaufbau gebeten und auch monetäre Vergütung im Rahmen meiner Möglichkeiten in Aussicht gestellt. Der einzige Mensch, der sich darauf gemeldet hat, war Joscha Müller. Wir haben dann gemeinsam (eigentlich habe ich nur als Handlanger fungiert) an 3 verschiedenen Tagen (jeweils 5 - 7 Stunden) die Möbel zusammengebaut. In dieser Zeit haben wir nie über Geld geredet. Natürlich haben wir uns über unsere jeweilige Lebenssituation ausgetauscht und sind uns immer sympathischer geworden. Ich muß dazu sagen, ich bin 56 Jahre alt und Joscha gerade mal 26. Sowas hätte ich von einem Menschen dieser Generation nie im Leben erwartet . Ich ziehe alle Hüte, die ich habe (und das sind nicht wenige) vor diesem sehr feinen Menschen und seinem sozialen Engagement. Das gibt es in der heutigen Zeit sehr sehr selten bis gar nicht. Schon gar nicht von dieser (Feier-)Generation. Er hat mir nicht nur beim Möbelbau geholfen, sondern mich auch als Menschen auf gleicher Höhe im Gespräch behandelt, obwohl ich eigentlich als "alter Sack" sozial völlig abgestürzt bin. Wir haben verabredet, daß wir den Kontakt aufrecht erhalten wollen und vielleicht wird sogar eine Freundschaft draus. Ich weiß, er ist auch in der IT unterwegs (war selbst 27 Jahre dort tätig )ist. Natürlich haben wir uns auch darüber unterhalten, aber Stand heute könnte ich ihm da nicht im Geringsten das Wasser reichen. Wenn irgendjemand einen zuverlässigen, umgänglichen, komunikativen und sozial kompetenten Mitarbeiter sucht, kann ich Joscha nur aĺlerwärmsten empfehlen
Bitte warten …